Verfasst von Florian Pester am 27. November 2006
Ein unvergessliches Wochenende in Wetzlar
Am Wochenende vom 17.11.-19.11.2006 durften vier Hattersheimer Jugendparlamentarier/innen an der Vollversammlung der Lag Jupp 21 (
http://www.jupp21.de) in Wetzlar teilnehmen.
Für Sarah, Alexander, Florian und mich wird dieses Wochenende bestimmt nicht so schnell in Vergessenheit geraten, schließlich haben wir eine Menge netter Leute kennen gelernt.
Anreise war am Freitag (17.11.) bis 17.00 Uhr und zu unserer Überraschung waren wir eine der ersten Gruppen, die ankamen. Als dann endlich gegen 17.30 Uhr alle anwesend waren, wurden die Zimmer verteilt. Das stellte sich bereits als eine große Herausforderung für die Veranstalter raus, aber nach einer schriftlichen und "offiziellen" Einteilung, lief alles wieder seinen geplanten Gang. Wir vier Hattersheimer hatten Glück und durften in das einzige Vierbettzimmer.
Nach dem Abendessen trafen wir uns alle wieder in unserem Gruppenraum, wo wir uns durch lustige Spiele kennen lernen sollten! Danach wurden wir entlassen und hatten Freizeit.
Aber was sollten wir vier Hattersheimer nun mit unserer Freizeit tun? Wir kurvten also erstmal ewig in Wetzlar herum, fuhren in steile Sackgassen ohne Wendemöglichkeiten, sahen uns im Vorbeigehen den Dom an und suchten nach einem Club. Da wir aber keinen fanden, fuhren wir weiter ins nahe gelegene Gießen. Auch dort suchten wir lange, bis wir schließlich die Nasen voll hatten und uns in die nächst beste Kneipe setzten.
Am Samstagvormittag stellten alle ihre Projekte (also Jugendparlamente, Beiräte) vor. Und an dieser Stelle kann ich es mir nicht verkneifen zu zitieren: "Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Parlament und einem Beirat?"(Sarah, Hattersheim) "Eigentlich ist das dasselbe, nur irgendwie anders!"(Tortie, Kelsterbach) Nun ja, dass erklärt natürlich einiges! :)
Nach dem Mittagessen begann das Planspiel.
Nun werden sich sicher manche fragen: "Was ist ein Planspiel?" Also: Ein Planspiel ist zu vergleichen mit einem Rollenspiel. Man spielt also eine andere Person.
In unserem Fall spielten wir die Wirtschafts- oder Bildungsminister oder Ministerpräsident der freien Länder von Utopien. Jedes Land bekam von den Spielleitern eine kurze Übersicht der regierenden Partei und deren Ziele. Außerdem gab es Punkte für Industrie, Bildung und Arbeitsplätze. Die Währung war Utyuppi. Die drei Länderabgeordneten (die oben genannten Minister) konnten über ihre Vorgehensweise diskutieren und schließlich trafen sich die jeweiligen Ämter an verschiedenen Orten, um zu handeln und zu tauschen. Außerdem konnte man Utyuppis investieren oder Subventionen beantragen. Hatte man durch die Presse (Spielleitung) neue Gesetze oder Maßnahmen erfahren, konnte man auch Klagen erheben. So stritten sich die beiden christlichen Länder vor dem Gericht über die von den einen ernannte Päpstin, während die anderen für einen Papst waren.
Hört sich vielleicht ganz schön schwierig und komplex an, hat aber Spaß gemacht.
Abends vergnügten wir uns in der Jugendherberge und spielten SingStar, was natürlich richtig lustig war. Deshalb ist es auch an diesem Tag für manche sehr spät geworden.
Sonntags setzten wir uns in zwei Problem-AGs zusammen. Die Themen lauteten: "Öffentlichkeitsarbeit" und "Themenideen". Da wir zu viert waren, teilten wir uns auf. So erhielten wir tolle Ideen und Tipps in beiden P-AGs.
Das Wochenende in Wetzlar war für uns also nicht nur informativ, sondern vor allem hat es uns großen Spaß gemacht.
Gez: Julia
PS: Ach ja, was ich beinah vergessen hab?, Alex ist am Sonntag schon um halb sieben aufgestanden!!! :) Ganz ehrlich!!!